“Baden- Württemberg ist das Waldland Nummer 1 in Deutschland. Unser Warenlager ist gut sortiert“, so der Forstminister Peter Hauk MdL bei der Aufstellung des zentralen Baumes auf dem Schlossplatz. Mit einer Höhe von rund 20 Metern stammt dieser Gigant aus der Gemeinde Steinheim am Albuch. Über 80 Jahre stand dieser Baum auf der Heidefläche der Ostalb. Solitär erwachsen können diese stattlichen Bäume heranwachsen. “Aber auch hier gilt: Waldwirtschaft und Naturschutz in Baden-Württemberg sind nachhaltig und arbeiten Hand in Hand“; sagt Minister Hauk. Aufgrund der Größe musste der Stuttgarter Baum gefällt werden, da sonst eine zu starke Beschattung der lichtliebenden Heideflora eingetreten wäre. Für die Verwendung als Weihnachtsbaum war eine Spezialfällung mit einem 60-Tonnen Kran durch Forstexperten aus der Region notwendig. Bei dieser Art zu Fällen wird der Baum während des Sägens von einem Kran gehalten, damit er nicht umfallen und dabei seine Äste beschädigen kann. Der Kran verfrachtete den Baum anschließend behutsam auf den Transporter, mit dem es dann in die Stuttgarter Innenstadt ging.
Auch der Baum auf dem Marktplatz hat diese Prozedur hinter sich: Er stammt in diesem Jahr aus dem Privatgarten der Familie Deffner aus Fellbach, für den er zu groß geworden war. Auf dem Weichnachtsmarkt wird der etwa 20 Meter hohe Baum weihnachtlich erstrahlen und kann an seinem prominenten Standort direkt neben dem Rathaus von Tausenden von Besuchern bewundert werden.
„Wir freuen uns schon sehr, dass uns zwei so tolle Bäume gestiftet wurden“, sagt Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft. „Und wenn sie erst geschmückt sind, werden die den Markt- und Schlossplatz festlich überragen“, so Kroll weiter.
Der Weichnachtsbaum hat sich aus dem Symbol der „Immergrünen Bäume“ entwickelt, die in vielen verschiedenen Kulturen und Religionen eine lange Tradition haben: Sie gelten als Wohnsitz der Götter und sind damit Zeichen des Lebens gewesen.
Die erste Erwähnung eines Christbaumes stammt aus dem Jahr 1419 als die Freiburger Bäckerschaft einen Nadelbaum mit Süßem, Früchten und Nüssen geschmückt hatten, den die Kinder nach Neujahr plündern durften. Erst über hundertzwanzig Jahre später findet sich ein weiterer urkundlicher Beleg, dass 1539 im Straßburger Münster ein Weihnachtsbaum aufgestellt wurde. Weitere vierzig Jahre später setzte sich der Brauch im Elsass allmählich durch, bis schließlich um 1600 das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes, der mit Äpfeln und Süßigkeiten behängt war, allgemein üblich wurde. Mit zunehmendem Eisenbahnverkehr wurde der Weihnachtsbaum im 19.Jahrhundert in ganz Deutschland bekannt.